Deutschland

Das Geschäft mit den Auswanderern

Am 20. Februar 1857 gründeten die bremischen Kaufleute Hermann Henrich Meier und Eduard Crüsemann die deutsche Reederei Norddeutscher Lloyd (NDL). Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts galt NDL als Synonym für Handelschifffahrt. Crüsemann setzte sich neben dem Warentransport verstärkt auf den Passagierverkehr ein, der durch die Auswanderung erheblich stärker wurde.

New York Norddeutscher Lloyds zehn Millionste Passagier
Library of Congress

Bereits 1858 wurde mit den Dampfern Bremen I und der New York ein regelmäßiger Linienbetrieb zwischen dem bereits oben erwähnten Neuen Hafen und New York. In den folgenden Jahren kamen Passagierverbindungen nach Baltimore und New Orleans hinzu.

1869 stirbt Direktor Crüsemann und Johann Georg Lohmann wird Direktor des NDL. Er förderte die Schnelldampferpolitik, um der wachsenden Konkorrurenz die Stirn zu bieten. Auf der Transatlantik-Route herrschte inzwischen ein heftiger Konkurrenzkampf, neben der HAPAG aus Hamburg kämpften die Holland-Amerika Linie aus Rotterdam und die Red Star Line aus Antwerpen um den Transport der Auswanderer. 1897 mit der Indienststellung des Schnelldampfers Kaiser Wilhelm der Große , das seinerzeit mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,3 Knoten das schnellste Transatlantikschiff war und der Inbetriebnahme der Vierschrauben-Schnelldampfer Kronprinz Wilhelm, Kaiser Wilhelm II. und Kronprinzessin Cecilie, baute NDL seine Vormachtstellung auf der Transatlantikroute aus.

« Zurück:
Gründe für die Auswanderung
Weiter »:
Viele verdienen an der Auswanderung