Deutschland

Bremerhaven: Allgemeines

Die Freie Hansestadt Bremen gründete 1827 an der Mündung der Weser in die Nordsee den „Bremer Haven“, der 1830 offiziell eröffnet wurde.

Der Bremer Senat erkannte frühzeitig, dass mit Auswandern Geld zu verdienen ist und förderte die Auswanderung durch gezielte Werbung im In- und Ausland sowie durch die Organisation des Auswanderertransports.

New York Bremen, Freihafen. ca. 1900
Library of Congress,

So wurde bereits 1852 in Bremerhaven der „Neue Hafen“ eingeweiht, der neben dem Alten Hafen, den Kaiserhäfen und der Columbuskaje zwischen 1830 und 1974 ca. 7,2 Millionen Menschen als letzte Station vor der Ausreise diente.

Das Auswanderergeschäft führte zu einem gespannten Verhältnis zwischen Bremen und Bremerhaven. Bremen setzte sogar durch, dass auf allen Passagierlisten der Auswandererschiffe als Einschiffungshafen „Bremen“ stand, obwohl die Schiffe in Bremerhaven ablegten.

Die Passagierlisten von Bremen/Bremerhaven sind jedoch mit Ausnahme der Jahrgänge 1920 bis 1939 im zweiten Weltkrieg vernichtet worden.

Im Archiv der Handelskammer Bremen befinden sich heute 3017 Passagierlisten aus den Jahren 1920 bis 1939 von Schiffen, die in alle Kontinente gefahren sind. Im Jahre 1942 waren diese Listen zu ihrem Schutz in ein Salzbergwerk in Bernburg an der Saale ausgelagert worden. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs gelangten sie in sowjetischen Besitz und erst in den Jahren 1987 und 1990 gelangten diese Passagierlisten wieder in das Archiv der Bremer Handelskammer. Seit 1999 werden diese Daten nun von „Die Maus - Gesellschaft für Familienforschung Bremen e. V.“ in eine Datenbank eingepflegt. Diese Datenbank ist unter www.passagierlisten.de abrufbar. Es werden weiterhin regelmäßig neue Datensätze hinzugefügt.

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